Das 1965 erbaute Palastmuseum in Taipeh beherbergt die weltweit größte Sammlung chinesischer Kunst. Von den 650.000 Objekten wurden viele bis heute weder ausgestellt noch publiziert.
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Das 1965 erbaute Palastmuseum in Taipeh beherbergt die weltweit größte Sammlung chinesischer Kunst
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Der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland wurde das Privileg zuteil, eine eigene Auswahl von insgesamt 400 Exponaten zur Ausstellung in Berlin und Bonn zu treffen, die in beiden Städten jeweils drei Monate lang zu sehen sein wird. Darunter befinden sich zwei separate Kontingente für Berlin und Bonn von jeweils über 80 unterschiedlichen Meisterwerken der Malerei, Kalligraphie, Buchkunst, Seidenbandweberei und Stickerei. Die übrigen Exponate sind an beiden Ausstellungsorten gleich. Gezeigt werden u.a. auch bronzene Ritualgefäße der frühgeschichtlichen Zeit, Jadeschnitzereien aus der Antike bis in die Neuzeit, erlesene Keramik und Porzellane, illuminierte buddhistische Handschriften, seltene Lackarbeiten, frühes Cloisonné und Schnitzereien aus Bambus, Elfenbe in und anderen wertvollen Materialien. Auch Kostbarkeiten des
Gelehrtenstudios und Tributgaben «aus fernen Ländern» werden zu sehen sein.
Die Kunstsammlung des chinesischen Kaiserhofes zum größten Teil im Nationalen Palastmuseum Taipeh, Taiwan, bewahrt wird in diesem Jahr in Berlin und Bonn erstmals zu sehen sein. Die Tradition der Sammlung als Vermächtnis des imperialen China und Symbol nationalen Kulturerbes verleiht dieser Ausstellung eine herausragende historische Bedeutung. Das wechselvolle Schic ksal der kaiserlichen Sammlung veranschaulicht in einzigartiger Weise die Geschichte Chinas unter den Aspekten des Bewahrens und Tradierens künstlerischer Errungenschaften. Präsentiert werden in dieser Ausstellung Meisterwerke aller Epochen der chinesischen Kunst- und Kulturgeschichte vom Neolithikum bis zum Aufbruch in die Moderne.
Die Auswahl der Werke reflektiert die Vielfalt, Kreativität und Funktionen chinesischer Kunst ebenso wie zentrale gesellschaftliche, geistige und politische Strömungen. Thematische Schwerpunkte bilden der Mensch, seine Beziehung zur Natur und seine Stellung in der Gesellschaft. Die komplexe Stilsprache der chinesischen Kunst wird in ihren beiden Hauptströmungen veranschaulicht. Der geistvollen Bildsprache aus der Tradition des Gelehrtentums wird die sinnenfrohe und symbolreiche Prachtentfaltung der höfischen Aristokratie gegenübergestellt. Kaiserliches Mäzenatentum wird im Spannungsfeld zwischen ästhetischen Werten, moralischen Idealen und politischen Zielen hinterfragt. Besonderes Augenmerk gilt hier dem Kaiser und Kunstkenner Kao-tsung der Regierungsära Ch'ienlung (1736-1796).
Ein Ausstellungsprojekt der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (21. November 2003 bis 29. Februar 2004) in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin ( www.bundeskunsthalle.de ).
Ausstellungsbegleitend ist ein wissenschaftliches Begleitbuch mit 472 Seiten erschienen. Sämtliche Sammlungsstücke werden in Farbe abgebildet und sachkundig beschrieben. Textbeiträge von ausgewiesenen Kennern der chinesischen Kunst widmen sich vertiefend den einzelnen Bereichen der kaiserlichen Sammlung und ihrer Geschichte - etwa der Malerei der Ming- und Qing-Zeit und der buddhistischen Kunst oder den Jadeschnitzereien von der Antike bis in die Neuzeit.
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