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TERRAKOTTAARMEE - DAS ACHTE WELTWUNDER

Terrakottaarmee des ersten Kaisers von China

«Es gibt sieben Weltwunder. Die Terrakottaarmee ist das achte», so die Worte des ehemaligen französischen Premierministers Jaques Chirac nach der Besichtigung der Grabanlage des ersten Kaisers (259 v. Chr. – 210 v. Chr.) von China. Jetzt kommt die Terrakottaarmee des Qin Shi Huang Di nach Europa.

Die Kunstschätze der Goldenen Horde zeichnen sich vor allem durch das Aufrechterhalten ursprünglicher Traditionen aus

© by Terra Präsenta

Bogenschütze.

1974 wurde das Kaisergrab von Bauern zufällig in der Provinz Shaanxi entdeckt und die ersten Stücke der größten archäologischen Entdeckung des 20. Jahrhunderts ans Tageslicht befördert, die seither weltweit für Aufsehen sorgt. Über 2000 Jahre verharrten rund 7.300 lebensgroße Ton- Krieger in Kampfröcken und Panzern, kniende Bogenschützen, tönerne Pferde und Gespannlenker auf Streitwagen unter der Erde: Im kriegerischen Outfit streng uniformiert, mit scharfen Bronzewaffen und individuellen Gesichtszügen versehen, scheinen sie immer noch auf den Befehl zu warten, das größte Imperium des Altertums zu verteidigen. Rund 38 Jahre - belegen Historiker - trieb Qin Shi Huang Di riesige Heere von Zwangsarbeiter an, das fulminante Grab zu errichten: Ein Spiegelbild des Irdischen mit in den Tod zu nehmen, sollte dem Kaiser die Aura der Ewigkeit als Ersatz für die versagte Unsterblichkeit bescheren. Die gesamte Anlage steht für eine einzigartige Demonstration von Perfektion und Stärke, ein Zeugnis einmaliger Bildhauer- und Kriegskunst, aber auch für unvergleichliche Konformität und Unterwerfung. Das Grab wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und ist Chinas wichtigstes Objekt des staatlichen Kulturdenkmalschutzes.

Im Palmengarten sind in insgesamt vier Hallen 1.000 Terrakottasoldaten in exakter Schlachtordnung als Modell einer der Gruben im Maßstab 1:10 dargestellt. Weitere 122 Krieger und acht Pferde in Originalgröße sowie die vergoldete Statue des Qin Shi sind zu bestaunen. Für die Anfertigung der bis ins Detail genauen Replikate zeichnet die Brennerei des Lintong- Museums verantwortlich, dessen Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Institut Xian auch die aktuellen Ausgrabungen in China betreuen. Filmische Dokumentationen über die Grabstätte und die Arbeit des Lintong-Museum sowie Vitrinen mit Exponaten aus der Kaiserzeit runden die einmalige Entdeckungsreise in die Welt der Qin-Dynastie auch in Frankfurt ab.

Die Ausstellung ist vom 13. März 2004 bis 27. Juni 2004 in Berlin, Palast der Republik zu sehen. Als weitere Stationen sind geplant: Oberhausen (11. Juli bis 19. September 2004), Nürnberg (voraussichtlich ab 03. Oktober 2004) sowie in 2005 Wien und Stuttgart. Ausführliche Informationen rund um die Geschichte der Tonsoldaten, Eintrittspreise, Öffnungszeiten und zukünftige Veranstaltungssorte finden interessierte Besucher im Internet unter www.terrakottaarmee.de .

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